Klimaschutzbildung

Klimaschutz ist ein Alltagsthema

Klimaschutz betrifft alle Bereiche unseres Alltags: Unsere Ernährung, unsere Mobilität, unsere Art zu wohnen und uns zu kleiden, den Umgang mit Konsumgütern oder die Wahl des Urlaubsortes. Denn jeglicher Konsum benötigt Ressourcen und Energie und verursacht dadurch klimawirksame Treibhausgase wie CO2. Doch oft reichen schon ganz kleine Veränderungen des eigenen Verhaltens, um eine große Wirkung im Klimaschutz zu erzielen.

 

Und hier setzen wir gemeinsam mit den Kitas an. Wir zeigen auf, wo man auch mit den Kindern gemeinsam Energie einsparen kann. Kitas sind in der außergewöhnlichen Position den Kindern in einer so prägenden Phase ihrer Entwicklung Vorbild zu sein und etwas mit auf den Weg zu geben. Wir zeigen, wie diese Chance genutzt werden kann, um die Kinder fit zu machen für die Zukunft und um diesen Planeten als einen lebenswerten Ort zu erhalten.

 

Wichtig ist uns, dass dies mit positiver Grundhaltung und Spaß getan wird. Die Kinder sollen ihre Umwelt als schützenswertes Gut kennenlernen, Zusammenhänge verstehen und umweltbewusstes Handeln als Selbstverständlichkeit nehmen. Dies kann informativ, realistisch und spannend sein ohne Kinder dabei mit Details zu überfordern oder in verkopfte Vermittlung von Fakten abzurutschen. Klimaschutz darf Spaß machen!


Wie kann dieser Alltag aussehen?

Zunächst einmal sind die Erzieher*innen den Kindern ein Vorbild. Sie sollten selbst umweltbewusst handeln und einen passenden Rahmen in Ihrer Einrichtung schaffen. Kinder werden das bemerken und anfangen, ebenso zu handeln. Und schon ist ein klein wenig Energie gespart und dem Klima etwas Gutes getan. Tag für Tag.

 

Neben der reinen Vorbildfunktion sollen den Kindern auch Erfahrungsräume gegeben werden. Sie sollen in Entscheidungen einbezogen werden und erfahren, dass diese  Konsequenzen haben. So können sie sich Zusammenhänge erschließen und die Wirksamkeit ihres eigenen Handeln spüren. Dies sollte möglichst unter Einbezug vielseitiger Themen und Perspektiven geschehen, alle Sinne ansprechen und genug Zeit einräumen.

 

Zunächst können Kitas damit beginnen, den abstrakten Begriff Energie für die Kinder begreif-lich zu machen. Denn Energie selbst ist nicht sichtbar, wohl aber jede ihrer Auswirkungen: Bewegung, Licht, Schall oder Wärme. Für uns selbst heißt das, immer wenn wir lachen, singen oder toben verbrauchen wir Energie und kommen womöglich sogar ins Schwitzen. Darum müssen wir schnell neue Energie zuführen, zum Beispiel, indem wir einen Apfel essen. Doch wo bekommt der eigentlich seine Energie her? Kinder sind begeisterte Energiedetektive und entwickeln schnell eine gute Spürnase für alle Formen der Energie!


Beispiel Ernährung

Ernährung ist eng mit dem Thema Klimaschutz verbunden und zugleich ein Alltagsthema und idealer Anknüpfungspunkt für alle Altersstufen von der Krippe bis zur Vorschule. Denn beim Essen können eine Menge Fragen aufkommen: Was essen wir gerne? Was steckt darin? Wo kommen die Zutaten her? Wie werden sie zubereitet? Welche Mengen sind nötig, um später keine Reste zu haben? Was ist man an anderen Orten?

 

Kindern verstehen schnell, dass Nahrungsmittel an verschiedenen Orten unter unterschied-lichen Bedingungen angebaut werden und somit unterschiedliche Transportwege oder Lagerzeiten haben. Daraus erschließt sich, dass Lebensmittel, die von weit weg zu uns kommen, schlechter für das Klima sind als heimische Produkte der Saison. Der Besuch eines Bauernhofes oder die Pflege eigener kleiner Beete machen den Aufwand der Produktion erlebbar und steigern die Wertschätzung für das Lebensmittel. Gespräche mit Großeltern oder den Familien von Kindern mit anderen kulturellen Wurzeln können neue Perspektiven eröffnen und vielleicht ergänzen bald einige neue Rezepte ihr Kochrepertoire?

 


Kitas als Lernorte nachhaltiger Entwicklung

Kitas, die sich intensiv mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen, machen unweigerlich einen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Entwicklung. Wenn sich diese Kitas entschließen, ihr Engagement noch weiter auszubauen, bietet sich die Teilnahme an der Bildungsinitiative KITA21 an. Dabei werden Kitas unterstützt, sich als ein Lernort nachhaltiger Entwicklung zu etablieren und können sich jährlich für ihr Engagement auszeichnen lassen.

Mehr Infos darüber, was eine Kita als Lernort nachhaltiger Entwicklung ausmacht, finden Sie auf der KITA21-Hompage.