Der Fuchs

Wie kommt der Fuchs zum Klimaschutz?

Der Fuchs ist ein äußerst facettenreiches und anpassungsfähiges Tier, das mit zahlreichen Arten und Farben weltweit zu finden ist. Dem Fuchs werden seit jeher, vor allem als literarischer Figur, viele teils menschliche Eigenschaften zugesprochen: von hinterhältig und listig bis weitblickend und weise. In jedem Fall wird er als äußerst schlaues Tier benannt, das auch bei kniffligen und problematischen Lagen Lösung und Ausweg findet.

 

Der Polarfuchs, auch Eisfuchs genannt, steht an dieser Stelle stellvertretend für all diejenigen Arten, die direkt oder indirekt vom Klimawandel betroffen sind. All diese Arten versuchen, sich an den Klimawandel anzupassen, um ihm nicht zum Opfer zu fallen.

 

Wir möchten möglichst viele große und kleine schlaue "Füchse" dafür gewinnen, dem Klimaschutz auf die Sprünge zu helfen. Und dafür zeigen wir unseren  KLIMAfuchs-Kitas viele einfache Tipps und Tricks, um selbst einem so großen Problem wie dem Klimawandel mit vielen kleinen Lösungen beizukommen.


Der Polarfuchs

Aussehen

Der Polarfuchs (auch Eisfuchs genannt) gehört zu der Familie der Wildhunde und lebt im Norden Europas, in Russland, Kanada, Alaska und Grönland. Ein Polarfuchs kann, ohne den buschigen Schwanz gemessen, bis zu 70 cm lang und 7 Kilogramm schwer werden.       

 

Er ist der einzige Wildhund, der sein Fell an die Jahreszeiten anpassen kann. Im Sommer trägt der Polarfuchs ein braunes Fell, auf dem manchmal auch weiße Flecken zu erkennen sind. Im Winter hingegen färbt sich das Fell des Fuchses schneeweiß. So kann er sich optimal tarnen und ist nur  schwer im Schnee zu finden. Allerdings dient das Fell nicht nur zur Tarnung, es hält den Fuchs im Winter auch bei bis zu -70 Grad warm. Das Winterfell des Polarfuchses mit der dicken Unterwolle ist sogar das dickste im Tierreich. Der Polarfuchs hat auch Fell unter den Pfoten, damit diese warm bleiben und er gut über Schnee laufen kann.

 

Auch die Körperform des Polarfuchses zeugt von seiner Anpassung an ein Leben in der Kälte: er hat recht kurze Beine, die Schnauze ist kürzer und runder als die des Rotfuchses und die Ohren deutlich kleiner. Deswegen verliert der Polarfuchs nur wenig Wärme über diese Körperteile. Tiere, die in heißen Regionen leben, haben eher große Körperteile.


Nahrung

Im Großen und Ganzen ist der Polarfuchs ein Allesfresser. Auf der Speisekarte stehen bevorzugt Lemminge und andere Nagetiere, allerdings gibt er sich auch mit kleinen Vögeln, Eiern, Küken, Weichtieren, Kadavern und Fischresten zufrieden. Steht keine andere Nahrung zur Verfügung, frisst der Polarfuchs auch Eisbärenkot. Dieser ist sehr fetthaltig und nahrhaft.

Im Zuge des Klimawandels verändert sich auch das Nahrungsspektrum des Polarfuchses, da Beutetiere und auch Eisbären seltener werden.


Lebensweise

Polarfüchse leben in einer lebenslangen Partnerschaft, in der sie gemeinsam das Revier verteidigen und den Nachwuchs großziehen. Nach ca. 50 Tagen Schwangerschaft bringt die Polarfüchsin 5-10 Junge zur Welt. Den ersten Monat leben die Jungtiere in einem Fuchsbau, den die Eltern zuvor entweder neu angelegt haben oder einen bereits bestehenden Bau besetzt haben. Diese Bauten werden manchmals über 500 Jahre genutzt und bestehen aus einem regelrechten Tunnelnetzwerk, das eine Fläche von bis zu 1000 Quadratmeter unterhöhlen kann und mehrere Eingänge hat.


Der Polarfuchs und der Klimawandel

Der Polarfuchs (vulpus lagopus) ist eine der 10 Tierarten, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Die Lebensgrundlage der Füchse wird durch die steigenden Temperaturen zunehmend bedroht. In den letzten 150 Jahren stieg die Temperatur an den Nordkappen der Erde um ca. 1 Grad Celsius, weitere 6 Grad sollen noch folgen. Ein solch drastischer Temperaturanstieg lässt das Eis und die Eisdecken schmelzen. Das Verschwinden des Eis‘ hat vielseitige Konsequenzen – auch für den Polarfuchs.
Zum einen wird ihm die Lebensgrundlage genommen, da er auf den Eisschollen weder jagen, noch sich fortpflanzen kann. Ohne ein Revier kann der Polarfuchs keine Beute machen und der Magen bleibt leer. Auch der fetthaltige Eisbärenkot kann nicht mehr über magere Zeiten hinweghelfen, da mit dem Eis auch die Eisbären aus der Reichweite der Füchse verschwinden.

Zum anderen wird Quecksilber freigesetzt, welches sich über Jahrzehnte in dem Eis ablagerte. Polarfüchse, die die Küste bewohnen, nehmen das Gift durch ihre Beute, auf und verenden später qualvoll. Bei einigen Tieren führt der hohe Quecksilbergehalt im Fressen zum Fellausfall oder vergiftet den Körper des Fuchses. 
Hinzukommt, dass die Polarfüchse Konkurrenz von den eigenen Artgenossen bekommen. Das wärmere Klima ermöglicht Rotfüchsen in die Reviere der Polarfüchse einzudringen und dort Beute zu machen. Rotfüchse sind meist größer und schwerer als Polarfüchse, so dass diese sich nicht gegen die neuen Konkurrenten durchsetzen können.



Der KLIMAfuchs

Der KLIMAfuchs ist unser Projekt-maskottchen. Unsere Praktikantin Nadine hat die Sockenpuppe liebevoll und unter Aufbietung all ihrer alten Socken für uns gebastelt und eine anschauliche Bastel-anleitung dazu verfasst. Unser Fuchs sucht jetzt natürlich nach Artgenossen und wir hoffen, dass zahlreiche unserer KLIMAfuchs-Kitas sich auch ein schönes Projektmaskottchen basteln!