· 

Natürlich Ostern!

Umweltfreundliche Ideen für einen Ostertag in der Kita!

In zwei Wochen hoppelt wieder der Osterhase durch die Kitas! Weltweit feiern Kinder und Jugendliche das Osterfest. Dabei dreht sich alles um das Eine: Das Ei.

 

Wahrscheinlich gibt es auch in eurer Kita Ostertraditionen. Wir finden: Altes sollte bewahrt werden, aber ein paar neue Ideen bringen frischen Wind in den (Oster-)Alltag. Wir haben ein Osterprogramm geschrieben, das euch hilft,  das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit dem Fest zu verbinden. Das Ziel ist, mithilfe von bedachtem Eierkauf und umweltfreundlicher Dekoration den Kindern die Bedeutung von Eiern als Lebensmittel nahe zu bringen und sie für ihren Wert zu sensibilisieren. Ihr könnt dem Programm einfach folgen oder einzelne Elemente in eure Planung einbinden.

 

Wir freuen uns über Berichte und Fotos, wünschen viel Spaß beim Feiern und frohe Ostern!

Am Tag davor: Mit den Kindern Eier kaufen.

Jedes Jahr landen 14 Millionen Ostereier im Müll – obwohl sie meistens noch essbar sind. Denn oft werden viel zu viele Eier gekauft, deswegen ist es wichtig, dass ihr beim Eierkauf darauf achtet, welche und wieviele Eier ihr kauft. Denn von den Eiern, die weggeworfen werden, kommen etwa 5,6 Millionen aus Käfighaltung. Die Hühner leben dort unter schlechtesten Bedingungen. Die Eier mit der Kennzeichnung „0“ kommen aus biologischer Haltung von Hühnern, die Zugang zum Tageslicht und sauberem Fressen haben. Diese Eier sind überall zu bekommen. Geht doch mal auf den Markt und schaut, ob ihr auch Bio-Eier aus der Region bekommt, dann spart ihr auch Transportwege ein!


Extratipp: Einen Bauernhof besuchen.

In Hamburg und Umgebung gibt es viele Bauernhöfe, die Hühner halten und sich über Besuch von Kita-Gruppen freuen. Vor Ort können Kinder sehen, woher ein Ei eigentlich kommt, wo die Henne es brütet und wie sich ein frisches Ei anfühlt. Wenn ihr schon da seid, warum dann nicht gleich die Eier fürs Eierfärben auf dem Bauernhof kaufen? Eine Liste mit Bauernhöfen in Hamburg findet ihr zum Beispiel hier.

Extratipp: Materialkiste "Henne Berta".

Falls ihr nach mehr Ideen sucht oder ein ganzes Projekt zum Thema Huhn und Ei machen wollt, probiert unsere Handreichung Henne Berta aus: Mit zahlreichen Materialien, Anleitungen, Spielen und viel mehr wird das Thema Henne in der Kita lebendig.

Der Morgen: Ankommen und Begrüßen

Wenn die Kinder angekommen sind, versammeln sie sich und jedes bekommt ein Ei. Für den Tag sind sie Eierwächterinnen und Eierwächter, das Ei ist ihr Ei. Zusammen mit euch als Erziehenden dürfen sie es färben und dekorieren, wie sie möchten. Sie dürfen Eier suchen, Spiele spielen und erfahren etwas über Osterbräuche. Am Ende des Tages werden alle Eier zusammen verzehrt.


Der Vormittag: Eier färben

Die Natur ist ein Malkasten! Fast jede Farbe lässt sich mit frischen Lebensmitteln herstellen, und Chemikalien und Konservierungsstoffe bleiben dem Kindermund fern. Dazu einfach die Eier mit ein bisschen Essig putzen und im Saft oder Sud 10 Minuten hart kochen. Alternativ könnt ihr die gekochten Eier 30 Minuten im Saft oder Sud einlegen.

 

Für Rot: Rote-Beete-Saft. Den könnt ihr entweder im Supermarkt fertig kaufen oder ihr kocht geschälte Rote Beete ca. 30 in heißem Wasser. Dann gebt ihr die Eier hinzu.

Für Orange: Möhren. Den Sud könnt ihr wie oben erklärt herstellen.

Für Grün: Frischer Spinat. Diesen bekommt ihr auf dem Markt oder Supermarkt. Indem ihr die Blätter 30 Minuten in Wasser kocht, könnt ihr einen grünen Sud herstellen.

Für Blau: Holunderbeerensaft. Beeren im Topf aufköcheln lassen und die Eier darin kochen. Fertig.

Für Gelb: Kamillenblüten. Ihr kocht die Blüten gemeinsam mit den Eiern für mindestens 30 Minuten ein.

Für Braun: Schwarzer Tee. Diese Färbung geht am schnellsten: Ihr hängt einige Teebeutel in heißes Wasser und gebt nach ein paar Minuten die Eier hinzu.

 

Die übrigen Lebensmittel könnt ihr unkompliziert zu Suppe oder Salat fürs Mittagessen verwerten, damit keine Lebensmittel im Müll landen.

Noch mehr Ideen für Farben findet ihr hier.


Extratipp: Blätterumrisse auf Eier färben.

Ihr braucht Eier, Blätter und alte Nylonstrümpfe. Wenn es in der Nähe der Kita einen Garten, Wald oder Park gibt, könnt ihr mit den Kindern zusammen Kräuter und Blätter sammeln. Der Trick ist einfach: Vor dem Einfärben ein oder mehrere Blätter auf die Eier legen und zusammen in einem dünnen Nylonstrumpf in der Farbe einkochen, damit das Blatt nicht verrutscht. So hinterlassen die Blätter schöne Muster auf den Eiern – und die Kinder lernen nebenbei noch die Formen verschiedener Pflanzen kennen.

 


Extratipp: Ostereier mit der Natur dekorieren.

Im Park oder Garten finden Kinder zahlreiche feine Naturmaterialien wie Moos, Blütenblätter, Stöckchen und Gräser. Diese könnt ihr mit lösungsmittelfreiem Kleber ganz einfach auf den Eiern fixieren. So sieht am Ende jedes Ei ganz anders und einzigartig aus.


Die Mittagspause

Wenn die Kinder essen und sich ausruhen, ist der Zeitpunkt zum Eierverstecken perfekt. Bringt alle schon dekorierten Eier im Garten oder der Kita unter.


Der Mittag: Ostereiersuche

Nun steht die Suche auf dem Programm. Jedes Kind bekommt einen Eierkarton, in dem es Eier sammelt. Jedes Kind sollte sein eigenes Ei im Blick behalten und am Ende wiederbekommen.

 

Extratipp: Spiel "Tobende Osterhasen"

Ihr braucht: Einen Korb oder einen Beutel. Zwei Kinder sind die Osterhasenchefs. Sie bekommen einen Korb, in den alle Kinder die Eier (oder wahlweise kleine Bälle), die sie gefunden haben, vorsichtig einlegen sollen. Allerdings wollen die Osterhasenchefs das verhindern und rennen deshalb mit dem Korb vor den anderen Kindern weg. Diese laufen hinterher und versuchen, den Korb so schnell wie möglich zu füllen.


Der Nachmittag: Eier essen und erzählen

Müdigkeit macht sich breit. Die Kinder können in einem Kreis sitzen und die ersten Eier essen. Das ist eine tolle Gelegenheit, sich über Ostern auszutauschen: Wie feiern die Kinder zu Hause Ostern? Vielleicht gibt es auch Kinder mit verschiedenen kulturellen Hintergründen in ihrer Gruppe. Sie können erzählen, welche Erfahrungen sie mit Ostern gemacht haben oder ob sie vielleicht ganz andere Feste feiern.

 

Extratipp: Eine Ostergeschichte erzählen.

Kinder hören gern die Geschichte vom reiselusten Osterei oder hüpfen beim Bewegungsspiel „Zick und Zack“ mit.


Am nächsten Tag: Mit Resten basteln

Alle kleinen Eierschalensplitter, die übrig bleiben, können auf ein Blatt Papier (z.B. DIN A1) geklebt werden und an der Wand Platz finden. Die Dekorationen bleiben erhalten und erinnern noch viele Monate an den besonderen Tag.

 

Extratipp: Eierschalen zu einem Garten machen.

Wenn ihr das Ei mit dem Löffel esst und den unteren Teil ganz lasst, könnt ihr die Schale aufheben und wiederverwenden. Mit ein bisschen Erde und Kressesamen aufgefüllt, blüht die Schale schon nach wenigen Tagen grün! – So nutzt ihr alle Bestandteile der Eier und habt keinen Müll.


Extratipp: Pappmachée statt echter Eier

Wenn ihr trotz Ostern lieber ganz auf Eier verzichten wollten, könnt ihr auch einfach Eier aus Pappmachée herstellen und diese ganz nach Belieben bemalen, dekorieren, verstecken und die Kita damit schmücken!

 

An keinem anderen Fest wird in Deutschland so viel Schokolade konsumiert wie an Ostern. Tipps, wie ihr an Schokohasen und Kakaoeier kommt und trotzdem Umwelt und Gesellschaft dabei schützen könnt, gibt das CleanKids Magazin.