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10 Tipps: Plastik und Familie

Seit einigen Jahren verbreitet sich ein Lebensstil wie ein Lauffeuer: „Zero Waste“ – Leben ohne Müll – lautet das Motto, unter dem weltweit umwelt- und klimabewusste Menschen aus verschiedensten Berufen und Ländern die Herausforderung annehmen, wenig bis gar keinen Müll mehr zu produzieren. Wegweisende Persönlichkeiten sind zum Beispiel Shia, Olga und Bea. Bestanden hat, wer den Restmüll eines ganzen Jahres in einem Einmachglas unterbringen kann.

 

Keine Frage – für so einen extremen Lebensstil braucht es sehr viel Zeit, Energie, genaue Kenntnisse über Abfallvermeidung und Alternativen und nicht selten auch ein bisschen Budget.

 

Bei Familien mit Kindern werden oft andere Prioritäten gesetzt als sich dem Thema Abfall zu widmen. Dabei sind gerade viele Produkte für Kinder sehr abfallintensiv: von der Einwegwindel bis zum Strohhalm, von der Cornflakes-Packung bis zum Obstquetschie. Doch schon mit ein wenig Achtsamkeit lassen sich hier viele Dinge verändern. Dabei ist jeder Schritt ein Schritt in die richtige Richtung. Mutter Natur dankt dir schon eine Verpackung weniger in der Woche. Die Kinder sind sogar ein besonders guter Grund dafür und in der Regel auch gerne bereit, sich selbst auf neue Experimente einzulassen. Schließlich schützen wir damit auch ihre Zukunft auf der Erde.

 

Oft geht es gar nicht darum, mehr Geld oder Zeit zu investieren – sondern Dinge einfach anders zu machen. Müllvermeidung ist keine extra Arbeit, sondern eine Frage der Gewöhnung. Zur Unterstützung haben wir für euch 10 einfache Tipps zusammengetragen, wie ihr Familie und Müllvermeidung im Alltag unter einen Hut kriegen könnt.

1. Der eigene Kaffeebecher ist ein alter Hut.

Es gehört längst zum guten Ton, auf den Wegwerfbecher beim Bäcker zu verzichten. Auch für Kinder lassen sich Getränke in Glas-, Edelstahl- oder Bambusbechern mitnehmen.

2. Schnullerfrei!

Jedes Kind macht deutlich, ob es Lust auf Schnuller hat. Viele Babys, die ihn anfangs ablehnen, kommen ihre ganze Kindheit gut ohne ihn aus. Falls er sein muss, gibt es plastikfreie Alternativen, z.B. aus Naturkautschuk.

3. Ausflugsidee Flohmarkt:

In jeder Stadt, Gemeinde und in vielen Kitas gibt es Flohmärkte, wo noch hochwertige Dinge wie Kleidung und Spielzeug gebraucht verkauft werden. Dabei werden Ressourcen und Kosten gespart. Spannende Entdeckungen und Begegnungen inklusive.

4. Stückseife ist nicht ohne Grund altbewährt:

Sie reinigt die Hände ebenso gut wie der Plastikseifenspender mit Flüssigseife. Entgegen alter Gerüchte ist sie kein Hort unliebsamer Bakterien, sondern spart Plastikverpackung, Konservierungsmittel und übrigens auch Geld.

5. Fürs Baby selber kochen:

Fertigprodukte wie Baby-Gläschen enthalten mitunter krebserregende Stoffe (Öko-Test 2010), fertige Breis oftmals zu viel Zucker. Dabei ist jede Breivariante ganz einfach selbst herzustellen und in Einmachgläsern haltbar. Wie wär’s mit Beeren-Hirse-Brei?

6. Einmal gekauft, lang genutzt:

Viele Plastikverpackungen kannst du einfach wiederverwenden – nicht nur die Plastiktüte. Auch leere Shampooflaschen, Gefrierbeutel, Plastikbesteck, Döschen und vieles mehr kannst du einfach neu befüllen, zum Beispiel im Unverpackt-Laden.

7. Spielzeugfreie Zone!

Nicht nur geben Deutsche für Spielzeug Milliarden aus, es besteht auch größtenteils aus Plastik und Weichmachern. Probier’s mal ohne. Auf unserem Blog kannst du nachlesen, wie so ein Projekt ablaufen kann.

8. Feuchttücher adé:

Auch viele Sensitiv-Varianten enthalten starke, teilweise verbotene Konservierungsstoffe (Öko-Test 2016). Wasser, Waschlappen & Seife sind nicht nur günstiger, sondern reinigen besonders schonend und effektiv.

9. Ein juter Beutel:

Stofftaschen eignen sich nicht nur für den Einkauf im Supermarkt oder beim Bäcker. Interessant ist, dass Gemüse und Salate in Baumwolle eingewickelt im Kühlschrank länger halten als in Plastiktüten.

10. Weniger Müll, Weichmacher, Plastikgeruch und sogar Geld -

die Stoffwindel mit Flieseinlage macht’s möglich. Eine einmalige Anschaffung von 20 Windeln hält auch mehrere Kinderleben lang. Die verschiedenen Varianten gibt’s online im Vergleich.

Extra-Tipp: Dass auch Kitas Engagement im Verzicht auf Verpackungen zeigen, lesen Sie in unserem Blogeintrag:

„21 Schatzkinder entdecken einen Unverpackt-Laden“.

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